Donnerstag, 22. September 2005

Fruehlingsanfang

Nach dem Paradies ging es weiter nach Monkey Mia, bekannt fuer Delphine.
Jeden Morgen zwischen 8 und 11 Uhr kommen wilde Delphine um sich von uns bestaunen und fuettern zu lassen. Ja fuettern. Sind sie wirklich wild? Das ganze gestaltet sich so, dass sie nur 3 Fische bekommen, danach verschwinden sie wieder, das ganze dreimal am Tag. Den Rest der Nahrung muessen sie sich selber fangen, also sie sind nicht 100% vom Menschen abhaengig. Anfassen kann img_2227man sie leider nicht. Vor langer Zeit hat ein Delphin gebissen und das muss auch ziemlich weh getan haben, seitdem ist ein Streichelverbot.
Das ganze findet unter Aufsicht von Rangern statt. Sie unterhalten sich mit den Tieren, die natuerlich auch Namen haben. Die Leute stehen bis zum Knie im Wasser und die Tiere schwimmen herum. Sarah hatte sogar die Moeglichkeit einen Delphin zu fuettern. Doch das ganze geht so schnell...nun ja.
Wir verbrachten nur einen Tag dort und fuhren weiter Richtung Perth. Alles was jetzt noch auf dem Weg lag, waren die Pinnacles.
Die Fahrt wurde zum reinsten Augenschmaus. Je weiter suedlich man jetzt kam, desto mehr Wildblumen waren zu sehen. Alle Farben, Groessen...genau das richtige fuer mich.wildblumenRichtige Blumenteppiche.
Unsere letzte Nacht in Freddy verbrachten wir wieder auf einem wilden Parkplatz. Unsere Nachbarn waren zwei aeltere Ehepaare, die aus Deutschland vor einiger Zeit ausgewandert waren. Natuerlich hatten wir Feuerholz dabei, denn nichts geht ueber ein Lagerfeuer. Die Maenner fanden das natuerlich besonders spannend. Sie halfen uns beim Anmachen. Letztendlich sassen wir alle um das Feuer herum und bekamen sogar noch Nudeleintopf und nen leckeren Port. Warum immer nur mit jungen Leuten Spass haben?lagerfeuer. Nur einer dieser Herrschaften war ein Aussie, so sprachen wir den ganzen Abend in Englisch, was durchaus Spass machte.
Die Nacht war wieder kalt und ich brauchte meine Waermflasche. Irgendwie schien ich auch was auszubrueten. Die Waermflasche machte ich natuerlich nicht, als wir ins Bett gingen, nein natuerlich erst, als wir das erste Mal pipi mussten und das ganze Bett wieder auseinanderbauen mussten. Denn der Topf fuer das Wasser war im Schrank...

Was kommt nach dem Paradies???

Tja leider gibt es im Paradies keine Moeglichkeiten Lebensmittel zu besorgen, ausser Fisch. Somit verliessen wir den Ningaloo Marine Park und fuhren weiter Richtung Coral Bay.
Dieser Ort ist ein reiner Touristenort, bestehend aus zwei riesigen Campingplaetzen, Tankstelle, Pub, kleines Shoppingcentre und einigen Touranbietern. Man kann also an zwei Haenden abzaehlen wieviele Einheimische dort wohnen. Doch warum kommen hier die Touris her?coralbay
Ganz einfach, es scheint alles noch viel paradiesischer. Schnorcheln bis zum Umfallen, allein die Straende sind wieder eine Suende wert. Wow, man kann es eigentlich nicht mit Worten beschreiben, man muss es gesehen haben.
Ja, ich versuchte mich dann im Schnorcheln, doch ich muss sagen es ist nicht mein Lieblingssport. Es ist toll anzusehen und ich haette auch gern mehr riesige bunte Fische gesehen, doch ich bekomme immer Panikattacken, wenn ich nur an die Fische, auch Reefhaie und die Tiefe des Meeres denke.
So versuchten wir uns noch im Quadfahren. War quadselbverstaendlich auch eine Herausforderung fuer mich. Mein Gott, man kann sich auch anstellen. Zum Glueck war ich das Schlusslicht, so fiel es niemanden auf, wenn ich zum xten Mal in die Duene fuhr und jedesmal am liebsten abgesprungen waere. Doch sie mussten immer auf mich warten, ups...naja nach ner Weile hab ich verstanden, wenn man mehr Gas gibt, dass es sich leichter faehrt, doch man muss erstmal drauf kommen.Wir fuhren durch die Duenen, am Strand letztendlich zu einer Schildkroetenbucht.Wir machten dort ein Paeuschen, um die Schildis zu beobachten. Toll wie die sich von den Wellen so tragen lassen. Da moechte man manchmal doch eine Schildkroete sein.
Nachdem sich auch die letzten an das Fahrzeug gewoehnt hatten, durften wir uns noch von einer Riesenduene stuerzen, selbstverstaendlich mit dem Quad. Ich war die Vorletzte, alle waren schon unten, hatten Spass, doch meine Wenigkeit stand dann am Abgrund und konnte nicht fahren. Der arme Tourguide kam wieder rauf und sprach mir Mut zu und dann klappte auch das.
Wie ich spaeter mitbekam, war ich nicht der einzigste Angsthase. Es scheint wohl an den Deutschen zu liegen. Auf dem Weg zurueck duesten wir am Strand entlang. Es gab nur einen Weg bzw. Spur und das andere Maedel fuhr einfach Richtung Wasser, hmmm wo hat sie nur hingelenkt? Aber das haette auch genauso gut ich sein koennen. Ja, da stand sie nun mit ihrem Quad einen Meter vom Ozean entfernt. (-:
Da wir eine Kombotour gebucht hatten, war noch eine Segeltour inklusive. Ich hab das nicht geschnallt und dachte wir gehen nochmal Quad fahren zum Sonnenuntergang. Es war aber sehr lustig, als die anderen Maedels mitbekamen das ich das dachte. Aber gut, bin trotzdem mit auf den Katamaran aufgestiegen, auch kein Problem, das Paradies hat immer wieder neue Geschenke! So sassen wir da, Beine ueber Bord, wurden verwoehnt mit Haeppchen, Getraenken...einfach traumhaftkatamaran sahen unterwegs Riesenmantas, Schildkroeten und ausserhalb des Reefes Monsterwellen. Zum Glueck verliessen wir nicht das Reef, doch ich hab mir schon meine Gedanken gemacht, was passieren wuerde wenn...dann erzaehlte uns der Skipper noch, dass ein Fischerboot mit zwei Leuten vermisst wird. Doch wir sind unversehrt wieder angekommen, doch leider war an diesem Tag kein schoener Sonnenuntergang. Obwohl es den ganzen Tag keine Wolken gab, aber ausgerechnet dann...hatten trotzdem viel Spass.
Danach wurde ich noch von zwei englischen Jungs verwoehnt. Habe sie im Pub kennengelernt, beide Koeche und zufaellig auch auf unserem Campingplatz. Sie luden mich zum Essen ein. Toller Zug Jungs! Doch welche Sprache sprecht ihr? Ist das wirklich Englisch? hihi

Willkommen im Paradies

Wenn man mich die Tage fragen wuerde wie das Paradies aussieht, dann koennte ich nur eine Antwort geben. Ningaloo Marine Park!!!
Es ist noch schoener als das Great Barrier Reef. Also vielleicht von vorn.
Nachdem wir den 80 Mile Beach verlassen haben, sind wir noch in Port Hedland und im Karijini karijiniNationalpark vorbeigekommen.
Port Hedland ist eine wichtige Export Hafenstadt, wo z.B.Salz verschifft wird.
Ausserdem besuchte ich eine Wetterstation. Die Frau die dort arbeitete war sehr hilfsbereit und fuer alle Fragen offen. Somit erfuhr ich, dass Port Hedland mit zu den gefaehrdesten Gebieten Australiens gehoert, was Stuerme und Orkane angeht.
Der Nationalpark zaehlt zu den schoensten des Kontinents. Leider konnten wir nur einen kleinen Teil besichtigen. Doch auch das war super schoen. Haben Wanderungen gemacht, waren in eiskalten Seen mit Wasserfaellen baden, campten mitten im Busch...fuer den anderen Teil des Parks haetten wir wieder einen Vierradantrieb gebraucht.
Weiter nach Exmouth. Das ist der Ort, an dem das Ningaloo Reef beginnt. Das Reef ist nicht so gross wie das Great Barrier Reef an der Ostkueste, doch zaehlt mit zu den schoensten (was auch sonst). Das tolle ist, man muss nicht mit dem Boot rausfahren, um schnorcheln zu gehen und Korallen und Riesenfische zu sehen, nein. Knietief reicht voellig aus!!! Was fuer ein Wahnsinn.
Man denkt immer schoener geht es nicht mehr, doch es geht immer noch schoener und besser. Obwohl viele Leute dorthin fahren, sieht man kaum eine Seele und das ist unglaublich. Einsame, lange Spaziergaenge alles was man findet sind Riesenkrebse und anderes Strandgetier.
Obwohl das Wasser nicht mehr ganz so warm war wie in Broome, musste man einfach nur reinspringen. Es blieb einem nichts weiter uebrig. Witzig war als wir in einem dieser Campingplaetze (so kann man es eigentlich nicht nennen) einchecken wollten. Am Parkeingang mussten wir reservieren und hatten eine Stunde Zeit um zum Platz zu fahren. Also fuhren wir als erstes dorthin. Man darf sich keineswegs einen Campinglatz vorstellen. Alles was dort war, ist eine Ökotoilette und ca. fuenf Stellplaetze inmitten derexmouth Duenen. Als wir ankamen und den zustaendigen Caravan gefunden hatten, fanden wir ein Schild bin beim Fischen, ca. 5 Uhr wieder zurueck so so aber in einer Stunde muesst ihr eingecheckt haben. Ja alles klar. Australischer Lifestyle!!! No worries!

Mittwoch, 21. September 2005

80 Mile Beach

Auf dem Weg weiter suedlich lag der 80 Mile Beach direkt vor uns. Was stellt man sich unter so freddy1einem Strand vor? Richtig, weiss und endlos lang...doch um dort hinzugelangen, musste man zuerst auf einer unbefestigten Strasse fahren. Was uns natuerlich schon etwas herausforderte, denn wir haben keinen Vierradantrieb. Der Witz ist auch noch, dass es entlang der 80 Meilen nur diese eine Zufahrt gibt. Manche Sachen sind wirklich komisch in Australien.80 mile
Wir versuchten unser Bestes und es ging auch, doch diese 10 km schienen einfach endlos.
Da man dort nur auf dem Campingplatz uebernachten konnte, mussten wir wieder zurueck. Doch ein langer Spaziergang sollte auch noch drin sein, also fuhren wir am naechsten Morgen gleich nocheinmal dorthin.
Baden war an diesem Strand auch nicht empfohlen, naja starke Stroehmung und kein Rettungsschwimmer in Sicht, also dann nicht.
Am Morgen machten wir unseren Spaziergang. Natuerlich war mal wieder Ebbe und es war ein weiter Weg bis zum Wasser. Wir genossen die Weite, das Rauschen des Meeres, die unterschiedlichsten Muscheln, die ich nie zuvor gesehen habe...
Auf dem Weg zurueck waren wir etwas in Trouble. Wir versanken staendig fast bis zum Knie,img_2022 was es nicht gerade leicht machte zurueck zu gehen. Ich spuerte an den Fuessen die unterschiedlichsten Tiere, Tierchen, Krebse ...

Kajaktour im Indischen Ozean

Immernoch in Broome. Hier trafen wir auch unsere Maedels wieder und ueberlegten uns, was wir tolles zusammen unternehmen koennen. Kamelreiten im Sonnenuntergang, Segeltour oder eine Kajaktour?kajak Wir entschieden uns fuer das Letztere. So wurden wir abgeholt von zwei suessen austr. Maedels. Sie brachten uns an einen tolles Fleck, wo man die beste Aussicht auf den Cable Beach hat. Von hier aus ging es dann auch los.
pauseWir sind nicht wirklich weit gepaddelt, doch wir waren unter anderem auch auf der Suche nach Meeresschildkroeten...doch was wir sahen war denke ich noch viel beeindruckender. Wale!!! Wow, damit hatte wohl niemand gerechnet.
Unsere Pause hatten wir zwischen den Felsenvorspruengen. Konnten dort ein Bad nehmen, Voegel beobachten und ... wir fanden sogar Fossilien. Also eine durchaus gelungene Tour. Die Zeit war leider viel zu schnell vorbei.

Bekanntschaft mit Haien?!

Nach dieser ganzen Zeit im Outback und Darwin, wo man nicht ins Wasser gehen konnte, freuten wir uns auf das Nass. So testeten wir den Indischen Ozean. Das Wasser nicht nur nass, sondern auch warm und toll anzusehen. Tuerkisfarbenes Wasser, weisse breite Straende...
Da gerade Ebbe war, als wir reingehen wollten, mussten wir ein ganzes Stueck laufen. Wir sicherten uns ab, dass wir nicht die einzigsten im Wasser waren, denn man weiss ja nie. Wir waren knietief, als wir ploetzlich zwei Flossen sahen, fluchtartig verliessen wir das Feld und beobachteten einen aelteren Herren.
Er paddelte um sein Leben. Ihm war die Angst ins Gesicht geschrieben. Wir unterhielten uns noch mit ihm und stellten hinterher fest, dass es nur Delphine waren. Doch wie zum Teufel unterscheidet man diese Tiere, wenn man nur die Flossen sieht?
Wir beobachteten weiterhin das Wasser, als ploetzlich wieder etwas vor sich hinschwamm, diesmal sah es aus wie ein Krokodil. Wir schauten uns alle nur an und meinten, Krokodile hier? Natuerlich nicht, doch wenn man sich einmal was einbildet...

Dienstag, 20. September 2005

Stairways to the moon

Wenn man so durch die Gegend faehrt, achtet man auf die Vegetation, den unbeschreiblichen Sternenhimmel oder einfach auf Naturschauspiele. So kam es, dass auch hier in Australien Vollmond war und das zu einem spektakulaeren Ereignis wurde. Zu diesem Spektakel mussten wir allerdings nach Bromme. So heizten wir in die Stadt an der Westkueste, denn das ganze findet ca. drei Tage statt, aber nur wenn es wolkenlos ist. Die Chancen das es wolkenlos ist, sind sehr hoch. Wir erreichten Broome am dritten Tag und waren einfach nur gespannt.
Die Sonne ging unter und alle warteten auf den Mond. Es gab sogar einen kleinen Nachtmarkt, lecker Fresschen und halt kuenstlerische Sachen, wie Schmuck, Klamotten, Keramik...
Gegen halb acht ging der Mond auf. Doch das war nicht wie sonst. Wir schauten auf den Ozean, wichtig ist noch, es war Ebbe. Langsam schob sich ein orange gluehender Ball empor. Er spiegelte sich auf dem Meeresgrund und die restlichen Wasserbestaende reflektierten das Licht. Je hoeher der Mond stieg, desto mehr sah es aus, als ob sich eine Leiter zum Mond bildete.
Leider konnte man dieses Phaenomen nicht allein bewundern, hunderte von Leuten standen mit ihren blitzenden Kameras herum und versuchten diese tollen Bilder einzufangen. Doch dies ist nur mit einer Spezialkamera moeglich. Wir versuchten es auch, allerdings ohne Blitz.

Auf in den Westen

Nachdem endlich die neuen Musik CD's aus Deutschland eingeflogen waren, konnten wir weiter fahren. Wir machten uns auf Richtung Westen.
Hatten einige Stopps und hatten natuerlich nochmal richtig eingekauft, denn in der Pampa ist es bekanntlich teuer.
Kurz vor der Grenze zwischen dem Northern Territorry und Western Australia fiel uns ein,wir duerfen kein frisches Obst, Gemuese, Nuesse, Honig usw. mitnehmen. Hmmm einmal sind wir schon davon gekommen, doch diesmal war es halt wie an einem Grenzuebergang. Wir mussten alles deklarieren und er hat alles weggeschmissen. Zuvor hatten wir unsere Mittagspause, unmittelbar vor der Grenze. Doch natuerlich konnten wir nicht alles verwerten.Wenn sie es wenigstens den Tieren fuettern wueden, nein, sie schmeissen alles weg.

Am Nachmittag angekommen in Kununurra, checkten wir unseren Handyempfang. Positiv.So bekam ich von Peter Post, der zufaellig auch grad in der Stadt war. Wir verabredeten uns und trafen uns auf seinem Campingplatz. Da wir im Camper schlafen wollten, hatten wir vor noch ein Stueck zu fahren, doch der Tag war so warm, dass eine Dusche nur recht gewesen waere. So fragte ich ihn und er meinte, ja macht halt. Doch die sperren die Duschen ca. 6 Uhr zu, doch da liegt der Schluessel und er verliess uns. So holten wir unser Tuch und Seife aus dem Van, der unmittelbar gegenüber der Rezeption stand. Irgendwie wurden wir dann wohl beobachtet, denn die Dusche wurde direkt vor unserer Nase zugesperrt, aber wir hatten ja noch den Schluessel. Kein Problem!!! So duschten wir in aller Ruhe. Sarah war als erste fertig, als ich plötzlich eine Stimme hoerte. Ihr seid aber keine Gäste hier. Hmmm, son Mist. Sie wusste das wir zu zweit waren, also hatte ich keine Wahl, als mich auch zu stellen. Tja, das machte dann zehn Dollar fuer jeden, Uebernachtung haette glaub 12 gekostet, wir durften Peters Schluessel abgeben und zuguter Letzt ist er noch vom Platz geflogen. Hmmm, sorry Peter. Doch er hat es ganz gelassen aufgenommen...wir fuhren frischgeduscht von dannen und parkten etwas ausserhalb im Busch, wo noch einige alte Herren uebernachteten.
Ich positionierte das Auto und wollte aussteigen, als ich plötzlich nur noch Sterne sah. Oh mein Gott, was ist jetzt los? Betrunken war ich nicht, denn ich bin ja gefahren, doch es drehte sich alles furchtbar schnell, wie in einem Karrusell. War das zuviel Aufregung? Nicht nur, ich hatte zu wenig getrunken. Sowas passiert dann. Sterne, Schwindel, Übelkeit...tja und da half auch nur den Finger in den Hals zu stecken. Sarah bereitete mir das Bett und ich machte mich gleich lang. Es war erst halb acht am Abend.

Am naechsten Morgen wachten wir zu unserer gewoehnlichen Zeit auf. Mir ging es wieder gut, nur es war doch sehr frueh am Tag, denn in Western Australia ist 1,5 Stunden Zeitverschiebung. So fuhren wir gegen 7 Uhr schon davon.

Samstag, 17. September 2005

Sind die Leute noch lustiger als in Melbourne???

In Darwin angekommen, machten wir uns auf die Suche nach einer Unterkunft. Endlich ein Bett, Dusche, Internet, Einkaufen, laute Musik...wollten in der YHA einchecken, da dort ein Pool inklusive war. Erste Huerde, wo sind all die Mitgliedskarten? Ich hatte meine ausnahmsweise zur Hand.
Dyana zauberte eine aus ihrer Tasche, die nicht ihre eigene war und checkte unter den Namen Frederik Schlueter ein. Ja, und Peter hatte auch keine eigene und selbst die fremde Karte war verschwunden. So versuchte er unter Demi Moore einzuchecken. Die Frau an der Rezeption kam sich wohl etwas veralbert vor. Demi Moore aus Deutschland, ah ja. Letztendlich ist Peter dann in ein anderes Hostel gegangen, war ihm wohl auch zu bloed.

Naechste lustige Situation war, als wir zum Strand fahren wollten und ich mich in die falsche Spur eingeordnet habe. Als ich blinkte und mich bemerkbar machte, schaute der Nachbar auch aus dem Fenster. Oh zwei Maedels, na dann wollen wir mal zuruecksetzen. Dies machte er allerdings ohne in den Rueckspiegel zu schauen. Er fuhr einen kleinen LW. Hinter ihm hupte es, doch er reagierte nicht, er fuhr auf. ups, wir hatten gruen und fuhren davon. eieiei

Am Mindl Beach angekommen, war es doch zu warm. So legten wir uns auf die Wiese unter eine Palme und genossen den Schatten und die leichte Seebrise. Plötzlich kam ein Aussie und setzte sich zu uns. Er war ca. 55 Jahre alt. Er erzählte uns dies und das und plötzlich stellten wir fest, das wir in derselben Strasse wohnten, denn wir zogen in eine Wohnung von einem Bekannten. Damit wir nicht verloren gehen in Darwin, hat er uns einen Atlas mitgegeben, ist doch sehr nett, oder? Ausserdem zeigte er uns noch ein paar nette Fleckchen, die nicht jeder kennt.

Die erste Nacht bei dem Bekannten, schliefen wir im Auto vor der Wohnung. Diese besagte Unterkunft ist eigentlich nur fuer eine Person, naja und somit entschieden wir, wir warten bis sein deutscher Kumpel am naechsten Tag auszieht. Als wir am Morgen aufwachten, kam gleich sein spanischer Nachbar, ca. 58 Jahre, auf uns zugesteuert und fragte ob wir Kaffee wollen. Hey, was fuer ein Service. Na klar nahmen wir einen Kaffee. Ja bedient euch, im Kuehlschrank ist die Milch. So oeffneten wir den Kuehlschrank und ausser Milch war da noch Bier. Ist ja auch nicht dragisch, doch es erinnerte mich an einen aufgefuellten BARkuehlschrank...(-:
Der Mann fuehlte sich scheinbar sehr einsam und so besuchten wir ihn einmal am Tag, manchmal zum Kaffee, manchmal zum Abendessen. Er kochte fuer uns Paella, Tortillas und er kaufte sogar eine Art Kakao, denn die alte Packung war schon abgelaufen, extra fuer mich.
Er ist vor langer Zeit ausgewandert, doch sein Englisch, hmm da ist nicht nur der spanische Akzent, doch wir haben uns sehr amuesiert und er hat sich gefreut Gesellschaft zu haben.


Wir versuchten unseren Geldbeutel etwas aufzufuellen. Da wir in einem kleinen Appartement wohnten, konnten wir Muffins backen. Der erste Versuch war super, also fuhren wir wieder zum Strand und versuchten sie loszuwerden. Muss sagen, zuerst waren die Leute sehr misstrauisch, doch nachdem der erste einen gekauft hatte, klappte es. Am Strandparkplatz standen auch viele Backpacker, die wollten natuerlich keine einfachen und fragten tatsaechlich, ob was drin sei. Ja sicher, fuer $1,50.
Da das Geschaeft gut lief, beschlossen wir am naechsten Tag eine groessere Aktion zu starten. Gesagt - getan!!! Sind sie sogar fuer $2 losgeworden. Um so besser!!!

Auf in den Norden mit Peter und Dyana

peter dyana und britti auf reisen

Nachdem wir dann am Montag von Alice gestartet sind, haben wir uns auf den Weg nach Darwin gemacht. Obwohl eigentlich immer die Rede von Broome war. Wie auch immer, nach zwei Tagen hab ich mich erkundigt, wo es ueberhaupt hingehen soll. Dyana schaute mich nur mit Riesenaugen an und sagte : "...das ist jetzt aber nicht dein Ernst!" Natuerlich war das mein Ernst, sonst wuerde ich ja nicht fragen.
Wie auch immer wir waren auf dem Weg nach Darwin. Besichtigten zwischendrin die Devil's Marbles,devils marbles wo wir die erste Nacht unter freiem Himmel schliefen (naja, besser gesagt in Freddy). Kurz nach dem Sonnenuntergang machten wir uns noch auf die Suche nach etwas Holz fuer ein Feuerchen. Ist natuerlich eine schwierige Aufgabe, kurz nach Sonnenuntergang. Denn es dauert wirklich nur wenige Momente eh es stockfinster ist. So musste Peter letztendlich sein Zelt noch im Dunkeln aufbauen.
Der Sternenhimmel war atemberaubend, Sterne soweit das Auge reicht, die Milchstrasse, Sternschnuppen und eine Stille die fast schon beaengstigend war. Aber wunderbar!!!
Hatten ein paar sehr schoene Tage und Naechte in der Wildnis. In fuenf Tagen nur einmal duschen, voellig ok. Oder was meint ihr? Muss sagen, haben an einem Pool angehalten und sind dort noch was guckt ihr denn so bravreingesprungen. hihi zaehlt quasi als Bad. Ist aber eine tolle Erfahrung, klar ist es nicht schoen wenn man stinkt, doch man muss auch nicht dreimal am Tag duschen, da gibt es Mittel und Wege. Viel Spray, Katzenwaesche ja das sind eigentlich die Hauptdinge.
Wir stellten uns fuer jeden Tag eine Aufgabe, so z.B. immer Holz sammeln, bevor es dunkel wird. lecker kaengurhfleischFuer Peter wollten wir Kaenguruhs finden, denn Peter war schon 10 Monate in Australien und hatte noch nie eines gesehen. So fanden wir eines Abends welche und zu guter letzt hat er sie noch gefuettert.
Einmal mussten wir auf einem Campingplatz uebernachten. Die Rezeption schloss 19 Uhr. Wir kamen kurz danach an und checkten in dem Fall nicht ein, doch es war kein Problem. Man konnte ohne weiteres auf den Platz fahren.Auf dem Gelaende standen ueberall Kaenguruhs, die teilweise so zahm und zutraulich waren, dass sie bei den Leuten "am Tisch sassen". Wie auch immer, ich hatte die Idee den Platz am Morgen zeitig zu verlassen, da ich annahm das eine Kontrolle kommt. Natuerlich sind wir nicht zeitig gefahren, warum auch einmal den Hintern eher bewegen? So kam natuerlich die Kontrolle, mussten bezahlen. Doch irgendwie nur fuer zwei. Der MAnn hat auch nichts weiter dazu gesagt, ich meinte nur, wir sind spaet angereist. Kein Problem...
Eine weitere Aufgabe war es ein totes Kaenguruh oder eine tote Kuh zu fotographieren. Ja, ich weiss, ist nicht sehr nett, doch das sind nun mal Dinge die am Strassenrand liegen und das nicht zu wenig. Als wir eine Kuh fanden, fuhren wir langsam ran, doch im gleichen Moment mussten wir Vollgas geben. Es hat so nach Verwesung gestunken, es war unglaublich!!! puhhhh so schnell konnten wir das Fenster gar nicht hochkurbeln.
Kurz vor Katherine sind wir zwischen einem bushfirekleinen Buschfeuer durchgefahren. Sehr beeindruckend. Man sah nichts, einfach nur Rauch von allen Seiten. Ein kleiner Windzug reichte aus, um das Feuer zum Lodern zu bringen. Tausende von Voegeln suchten die Flucht und schrien.
Nach fuenf Tagen sind wir im tropischen Darwin angekommen. Hatten Lust auf Strand, Sonne...faulenzen, doch baden ging wohl hier nicht. Krokodile!!!

Freitag, 29. Juli 2005

Wilde Plaene

Tja, eigentlich wollte ich mal wieder etwas Kohle verdienen, doch irgendwie hab ich grad ne kleine Krise. Komm mit mir selber nicht klar und dann geht das gleich gar nicht mit Sarah. Da es Schade waere, wenn sich unsere Wege durch meine Laune trennen wuerden, habe ich beschlossen abzuhauen. Natuerlich offiziell, darf auch Freddy mitnehmen.

Immerhin habe ich dann eine Woche gearbeitet!!! wow, haben hier noch ein anderes Weiberpaerchen kennengelernt, die wohl aehnlich belastet sind und so tun wir uns zusammen.
Nun fahren wir an den naechsten Strand, naja vielleicht nicht der naechste, sind immerhin 1700km fuer eine Strecke, ...Montag gehts los und dann ein bisschen ablenken, neue Leute, neue Erfahrungen und dann sieht doch alles wieder ganz gut aus.

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