Dienstag, 20. September 2005

Stairways to the moon

Wenn man so durch die Gegend faehrt, achtet man auf die Vegetation, den unbeschreiblichen Sternenhimmel oder einfach auf Naturschauspiele. So kam es, dass auch hier in Australien Vollmond war und das zu einem spektakulaeren Ereignis wurde. Zu diesem Spektakel mussten wir allerdings nach Bromme. So heizten wir in die Stadt an der Westkueste, denn das ganze findet ca. drei Tage statt, aber nur wenn es wolkenlos ist. Die Chancen das es wolkenlos ist, sind sehr hoch. Wir erreichten Broome am dritten Tag und waren einfach nur gespannt.
Die Sonne ging unter und alle warteten auf den Mond. Es gab sogar einen kleinen Nachtmarkt, lecker Fresschen und halt kuenstlerische Sachen, wie Schmuck, Klamotten, Keramik...
Gegen halb acht ging der Mond auf. Doch das war nicht wie sonst. Wir schauten auf den Ozean, wichtig ist noch, es war Ebbe. Langsam schob sich ein orange gluehender Ball empor. Er spiegelte sich auf dem Meeresgrund und die restlichen Wasserbestaende reflektierten das Licht. Je hoeher der Mond stieg, desto mehr sah es aus, als ob sich eine Leiter zum Mond bildete.
Leider konnte man dieses Phaenomen nicht allein bewundern, hunderte von Leuten standen mit ihren blitzenden Kameras herum und versuchten diese tollen Bilder einzufangen. Doch dies ist nur mit einer Spezialkamera moeglich. Wir versuchten es auch, allerdings ohne Blitz.

Auf in den Westen

Nachdem endlich die neuen Musik CD's aus Deutschland eingeflogen waren, konnten wir weiter fahren. Wir machten uns auf Richtung Westen.
Hatten einige Stopps und hatten natuerlich nochmal richtig eingekauft, denn in der Pampa ist es bekanntlich teuer.
Kurz vor der Grenze zwischen dem Northern Territorry und Western Australia fiel uns ein,wir duerfen kein frisches Obst, Gemuese, Nuesse, Honig usw. mitnehmen. Hmmm einmal sind wir schon davon gekommen, doch diesmal war es halt wie an einem Grenzuebergang. Wir mussten alles deklarieren und er hat alles weggeschmissen. Zuvor hatten wir unsere Mittagspause, unmittelbar vor der Grenze. Doch natuerlich konnten wir nicht alles verwerten.Wenn sie es wenigstens den Tieren fuettern wueden, nein, sie schmeissen alles weg.

Am Nachmittag angekommen in Kununurra, checkten wir unseren Handyempfang. Positiv.So bekam ich von Peter Post, der zufaellig auch grad in der Stadt war. Wir verabredeten uns und trafen uns auf seinem Campingplatz. Da wir im Camper schlafen wollten, hatten wir vor noch ein Stueck zu fahren, doch der Tag war so warm, dass eine Dusche nur recht gewesen waere. So fragte ich ihn und er meinte, ja macht halt. Doch die sperren die Duschen ca. 6 Uhr zu, doch da liegt der Schluessel und er verliess uns. So holten wir unser Tuch und Seife aus dem Van, der unmittelbar gegenüber der Rezeption stand. Irgendwie wurden wir dann wohl beobachtet, denn die Dusche wurde direkt vor unserer Nase zugesperrt, aber wir hatten ja noch den Schluessel. Kein Problem!!! So duschten wir in aller Ruhe. Sarah war als erste fertig, als ich plötzlich eine Stimme hoerte. Ihr seid aber keine Gäste hier. Hmmm, son Mist. Sie wusste das wir zu zweit waren, also hatte ich keine Wahl, als mich auch zu stellen. Tja, das machte dann zehn Dollar fuer jeden, Uebernachtung haette glaub 12 gekostet, wir durften Peters Schluessel abgeben und zuguter Letzt ist er noch vom Platz geflogen. Hmmm, sorry Peter. Doch er hat es ganz gelassen aufgenommen...wir fuhren frischgeduscht von dannen und parkten etwas ausserhalb im Busch, wo noch einige alte Herren uebernachteten.
Ich positionierte das Auto und wollte aussteigen, als ich plötzlich nur noch Sterne sah. Oh mein Gott, was ist jetzt los? Betrunken war ich nicht, denn ich bin ja gefahren, doch es drehte sich alles furchtbar schnell, wie in einem Karrusell. War das zuviel Aufregung? Nicht nur, ich hatte zu wenig getrunken. Sowas passiert dann. Sterne, Schwindel, Übelkeit...tja und da half auch nur den Finger in den Hals zu stecken. Sarah bereitete mir das Bett und ich machte mich gleich lang. Es war erst halb acht am Abend.

Am naechsten Morgen wachten wir zu unserer gewoehnlichen Zeit auf. Mir ging es wieder gut, nur es war doch sehr frueh am Tag, denn in Western Australia ist 1,5 Stunden Zeitverschiebung. So fuhren wir gegen 7 Uhr schon davon.

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