Sonntag, 18. Dezember 2005

Wetsaison in Broome

Nachdem ich dann aufregende Wochen hinter mir hatte, brauchte ich nun etwas Zeit zum Entspannen. Somit flog ich nach Broome und traf dort ein paar nette Leute von unterwegs.
So kam es dann auch, dass ich mir mit ein paar Englaendern ein Haus teile 57-Demco-Dve-Broomeund wir alle zusammen arbeiten und leben, wie eine grosse Familie.
Nun ist hier leider gerade die Saison vorbei und es gibt nur noch wenige Touristen, doch man kann jetzt umso besser den 5 besten Strand der Welt geniessen. 28 km weisser Strand, rote Felsen, tuerkisfarbenes Wasser und mittlerweile auch gemeine Tiere.
Als wir in das Haus einzogen, haben wir sehr wertvolle Informationen bekommen. Anfang Dezember geht die Cyclonesaison los, dass bedeutet nicht nur zunehmende Hitze und Luftfeuchtigkeit, sondern auch Regen ( wenn dann aber aus Eimern), Stuerme und Gewitter. Da kann es dann auch schon mal vorkommen, dass die Elektrizitaet fuer eine Woche ausbleibt. Fuer diesen Fall sollte man prepariert sein, d.h. ausreichend Kerzen, Batterien und Frischwasser im Haus. Ausserdem ist es nicht ratsam vor die Tuer zu gehen, die Polizei gibt Entwarnung, wenn es soweit ist.
Der sicherste Ort ist dann das Badezimmer. Zum Glueck gibt es genuegend Matratzen im Haus, die dann schuetzen.
Ich hoffe nur, dass es mich nicht erwischt und ich dann schon weg bin.

Sonntag, 11. Dezember 2005

Surfen in Surfers Paradise

Und weil Zug fahren so schoen ist, duckelten wir zwei weitere Stunden bis nach Surfers.
Wohl eines der bekanntesten und beliebtesten Surfparadise. Somit sehr protzig, teuer und verbaut. Es gibt Hochhaeuser entlang der ganzen Strandpromenade. Ist nett anzusehen, doch wenn ich waehlen koennte...Surfers-Paradise
Wir hatten etwas mehr Zeit als 24 Stunden und gleich beim check in habe ich ein Surfschnupperangebot gesehen. Leider zu spaet fuer diesen Tag, doch die naechste Gelegenheit hatten wir am naechsten Morgen. Gebongt!
Wir fuhren zum Stadtstrand, hoert sich vielleicht etwas muffig an, ist es aber nicht, denn es ist etwas ausserhalb und es gibt dort gute Wellen.Surf-Team
Als erstes etwas Theorie, aber nicht steif mit drinnen sitzen, nein gleich ab zum Strand. Einige Infos und anschliessend Trockenuebung auf dem Brett. Es gibt da nur drei entscheidene Schritte ( es sind doch drei, oder?), doch fuer mancheinen schon zu schwierig.
1, 2, 3... 1, 2, 3 und nocheinmal. Unser Surflehrer versprach uns das jeder wenigstens eine Welle reitet. Dazu hatten wir zwei Stunden Zeit, wow. Ist es wirklich moeglich?
Ok, ab ins Wasser. Rauf auf's Brett und er schob uns dann an wenn eine gute Anfaengerwelle kam. Und 1, 2, 3 steh auf steh auf, ohhhhhhhhhhhhhhh, na gut. Vielleicht klappt es beim naechsten Mal. Und weitere 20 Versuche. Man das kostet ja richtig Kraft. Organisiert wie die Surfschule ist, gab es auch nen Fotographen der die besten Szenen festgehalten hat.
Nun wollt ihr wahrscheinlich wissen, ob ich es auch geschafft habe. Ich sag nur: kein Komentar, schaut euch die Fotos andie-Welle

Wer kennt Steve Irwin?

Wir verliessen Bundaberg wieder und setzten uns weitere 6 1|2 Stunden in den Zug Richtung Sueden. Wir erreichten Brisbane. Natuerlich voellig planlos haben wir uns dann erstmal zwei Stunden an der Touriinfo rumgedrueckt um ein Bett zu buchen. Ist ja auch alles nicht so einfach. Ich muss dazu sagen Brisbane ist dann schon etwas groesser und man moechte so gut wie alles zusammen haben. Zentral, guenstig und nicht weit weg von all den Tourisachen bzw. Bars. Wieder wurden wir abgeholt und wieder war alles neu renoviert. Da hatten wir wohl eine wirkliche Gluecksstraehne.Australia-Zoo
Unser Aufenthalt war wieder mehr kurz, als lang doch wir planten einen Ausflug in den bekannten " Australian Zoo". Moeglicherweise habt ihr auch schon was von dem verrueckten Steve Irwin gehoert, der staendig Kontakt zu allen hochgiftigen und gefaehrlichen Tieren sucht. Er ist auch bekannt unter "The Crocodile Hunter".
Wir verbrachten da einen super tollen Tag.

Australischer Rum

Von Airlie Beach ging es dann weiter nach Bundaberg. Wir verbrachten die Nacht im Zug und es war recht anstrengend. Um 22 Uhr wurde das Licht ausgeknippst und einige Nachbarn fingen an zu schnarchen.
Am Morgen endlich in Bundaberg angekommen, wurden wir sogar abgeholt. Na das nenn ich doch mal Service. Zogen in eine ehemalige Polizeistation, die sogar Zellen mit vergitterten Fenstern hatte. Haben dann aber doch nur in einem "normalem" Zimmer uebernachtet. Es war sehr komfortabel und alles neu. Da laesst es sich dann auch schon mal laenger aushalten. Das Gute war noch, dass Lui gleich Bekanntschaft mit einem anderen Italiener gemacht hat und somit waren Essen und Getraenke gerettet. Morgens um 10 Uhr gleich eine Art Rumverkostung, direkt an der Hostelbar. Na wenn das mal nicht angeschlagen hat. Schliesslich hatten wir noch kein richtiges Fruehstueck.

Am naechsten Tag haben wir uns dann ein zweites Mal zur Rumfabrik aufgemacht, da wir am ersten Tag zu spaet waren. Dort haben wir alle Prozesse der Rumdestillation verfolgen koennen und zu guter Letzt durften wir verschiedene Sachen probieren. Cola-Rum ist da eher langweilig, doch wie waere es mit Bier-Rum-Limone? oder eine Art Rumlikoer der etwas Schoko-Caramel artiges hat? Wir waren erfolgreich angetrunken, nachdem wir zwei Stunden spaeter das Gelaende wieder verliessen. Man darf auch nicht die Aussentemperaturen vergessen. (-:

Dienstag, 1. November 2005

Sailing zu den Whitsundays

Von Cairns ging es weiter Richtung Sueden. Nach 12 Stunden Zugfahrt kamen wir in Airlie Beach an. Dies ist der Ausgangspunkt zum Segeln. Nach einer kuren Nacht, hiess es auf zum Hafen, denn einchecken sollten wir eigentlich schom am sailingVortag. Doch unser Zug kam so spaet an.
Wir fuhren zum Marinehafen, suchten unser Boot. Hmmm, niemand da. Office hatte noch geschlossen, doch ich fand eine Telnr. und rief dort an. Sie sagte mir, wir muessen zurueck zur City, toll...zum Glueck hatten wir noch genuegend Zeit. So checkten wir dort ein und hetzten wieder zurueck zum Hafen, wo die Ileola schon auf uns wartete.
Das Segelboot war nicht zu gross, nur 11 Passagiere und 3 von der Crew. Doch ich verliebte mich schon auf dem Prospekt. Wir starteten unsere 3taegige Tour. Bekamen Leckereien zum Essen. Waren schnorcheln, schwimmen, wandern...ein neues Pardies.
Ueber die Kajuete berichte ich besser nicht, doch ich denke die Toilette ist eine Story wert.
Will jetzt keine Einzelheiten ausplaudern, doch es war recht eng (1,5m lang x 0,7m). Um eine Sitzung oder was auch immer zu machen, muste man allerdings noch auf ein Podest, lustig, da war kaum Platz um die Hose runterzulassen...Licht gab es nur von Kerzen und ein kleines Etwas mit einem Poohbaeren drin, der leuchtete. Doch es schienen alle irgendwie klarzukommen bzw. es auf ein Minimum zu reduzieren.hihi (Fotos hab ich keine).

Die erste Nacht mehr schlecht als recht ueberstanden, segelten wir zu einer der 75 Inseln. Dort ist wohl der bekannteste Strand der Whitsundays, Whiteheaven Beach. Anstatt es zu beschreiben, kommt an der Stelle ein Foto.Whiteheaven
Wenn das der Himmel ist, dann brauchen wir uns keine Sorgen mehr machen.

Unsere letzte Nacht war ok, doch die Vorfreude auf ein Bett war gross.
Am letzten Segeltag wurde richtig gesegelt. Was stellt man sich darunter vor? Also, Schraeglage des Bootes, grosse Wellen, sodass das Boot wieder am Buk(?) eintaucht, Seekranke,...also gut festhalten,...vorsicht Welle...bahhh schonwieder nass...klirrr, wer hat da das Geschirr nicht weggeraeumt?...

Unser letzter Schnorchelgang war recht lustig. Eigentlich hatte ich keine Lust, denn wir hatten grad erst gegessen und ich war grad dabei ein Nickerchen zu halten. Kean meinte, wir muessen nicht ins Wasser, wir koennten vom Gummiboot aus einfach den Kopf ins Wasser halten. Gesagt, getan. Er fuetterte all die bunten Fische und ich kam mir vor wie im Aquarium. Die Fische waren so nah, nicht das ich sie gestoert haette. Ploetzlich meinten sie, meine Haare waeren auch zum Fressen da. Sie zogen und knabberten, hihi...

Cape Tribulation

So, nachdem ich meinen Besuch aus Deutschland in Empfang genommen hatte, machten wir uns auf zur Ostkueste. Wir flogen nach Cairns, um dann mit einer Tour zum Cape Trib zu fahren.
Diese Region ist insofern spannend, weil der Regenwald auf den Ozean trifft. Unter anderem ueberquereten wir den Teil der Mangroven.Mangroven Um zum Cape Tribulation zu gelangen, muss man den Daintree River ueberqueren, welches wir verbunden haben mit einer kleinen Bootstour. Waren auf der Suche nach Krokodilen und typischen Bewohnern...und siehe da, wir haben ein Babykrokodile, eine Schlange und einige Voegel gesehen...ihr denkt jetzt vielleicht, nur ein Kroko und eine Schlange, doch man muss seine Augen wirklich offen halten, damit man was findet. Die Tiere sind dermassen getarnt, der Hammer!!!
Danach wurden wir durch den Regenwald gefuehrt, toll all diese Kreationen der Natur, doch alleine wuerde ich glaub nicht dadurch laufen...

Am naechsten Morgen wurden wir abgeholt zum jungle surfing. Wie Tarzan und Jane sind wir von Baum zu Baum gesurft. Ja wir waren natuerlich gesichert, sind rueckwaerts, vorwaerts, schnell, langsam und sogar down under durch den Regenwald gehangelt. Man wird natuerlich hungrig, wenn man diese Art jungle-surfSport ausfuehrt. Ich hatte nichts dabei, doch warum was mitnehmen, der Regenwald ist voll mit Brauchbarem. Somit habe ich ein Blatt einer Monstera gegessen und sogar etwas gruene Ameise probiert. Die Pflanze schmeckte etwas bitter, vielleicht ein wenig scharf. Doch man hatte lange zu kauen, um ein Geschmack zu bekommen. Die Ameise habe ich nicht im ganzen verschlungen. Hab sie nur mit dem Hinterteil auf meine Zunge gesetzt und sie hat eine Art Saeure abgegeben, welche noch konzentrierter ist, als eine Zitrone. Danach ist sie wieder davon gelaufen.
Den Rest des Tages haben wir am Strand verbracht, haben versucht Kokosnuesse von den Baeumen zu schiessen, sind merkwuerdigen Spuren gefolgt und haben letztendlich Kokosnussmilch getrunken.

Am folgenden Tag wurden wir wieder zurueck geholt in die Realitaet, doch der Vormittag wurde noch genutzt, um sich vom Strand zu verabschieden. Gute Idee, denn dadurch haben wir noch eine gratis Bootstour bekommen. Beim Entlangspazieren am Strand, stiessen wir auf vier Australier, die mit dem Boot rausfahren wollten zum Fischen und Schnorcheln. Das Problem war, es war gerade Ebbe und das Boot stand quasi im Trockenen. Wir halfen ihnen zurueck ins Wasser und hatten uns somit die Fahrt verdient. (-:

Zur Feier des Tages gab es ein Glaeschen Wein. Natuerlich sehr wirksam in der Mittagshitze und mit leerem Magen. Dieses Cafe war trotzdem herzallerliebst, sehr huebsch angelegt. Ein kleiner Teich mit Schildkroeten, viele viele Farne wo sich die neon gruenen Froesche aus dem Regenwald wohlfuehlen.

Wir wurden abgeholt und machten einen Abstecher zum Mossmann Gorge. Super, es war so heiss, da kam ein Fluss gerade recht um sich abzukuehlen. Das Wasser allerdings war mehr als kalt, dennoch ich sprang rein. Herrlich, wie nach einer Sauna. Im Gorge waren riesige Felsbrocken. Ich wollte auf einen raufklettern, doch ploetzlich war da eine Stroehmumg, Hilfe...sie trug mich zwischen zwei Steine und fast noch weiter. Doch ich wurde gerettet. mossmann-gorge
Als ich aus dem Wasser kam waren ein paar Klugschei... aus Deutschland da. Sie meinten: Ja hast du das denn nicht gesehen? Du kannst doch nicht da rueber schwimmen!!! Ach wirklich? Wenn ich es gesehen haette, waere ich wohl kaum dahin geschwommen. Immer diese Ratschlaege.
Wohlbehalten kamen wir wieder in Cairns an.

Freitag, 7. Oktober 2005

Partyanimals

Gestern flog ich wieder nach Melbourne und freute mich auch schon auf die Stadt und die Leute. Bekamen ein Angebot wieder privat zu wohnen. Da es gestern jedoch unguenstig war bei Kristin einzuziehen, fragte ich mal unverbindlich bei Paul nach. Paul ist derjenige, bei dem wir vorher auch schon verweilt haben.
Klar kein Problem, er holte mich vom Busbahnhof ab, worueber ich sehr dankbar war, denn mein Gepaeck scheint jedesmal schwerer zu werden.
Er sagte mir vorher, dass es nur eine kleine Wohnung war. Na wir schauen mal.
Mich traf fast der Schlag. Er hat ein zweistoeckiges Apartement im 25. Stock mitten in der City. Was das bedeutet koennt ihr euch vielleicht vorstellen. Ein wahnsinns Ausblick auf die Skyline...ich kam mir etwas vor wie im Film. alles vom feinsten, ja wenn ich wollte kann ich auch Sauna, Pool und Fitnessanlage mitbenutzen. Wie bitte? Noch ein Tag vorher sehnte ich mich nach einer Sauna und nun war sie da? wow, kann ich da nur sagen.
Der Lift kann nur durch einen speziellen Sicherheitscode benutzt werden, alles ist sicher...zurueck im Land der Protzen. willst du was trinken? fragte er mich. Klar, warum nicht.Ja ich habe aber nur Champagner. Welcome home. Nach der Flasche gingen wir in die naechste Bar. Ich brauchte eigentlich nichts mehr, doch Paul ist nicht aufzuhalten. Nach einigen Drinks meinte er wir muessen nun noch tanzen gehen. Somit machten wir uns auf die Suche nach einem 80er Jahre Schuppen. Da laufen zu anstrengend ist, fuhren wir einige Runden mit dem Taxi. Der erste Laden sagte ihm nicht zu, also fuhren wir ins Casino. Kam mir auch gar nicht underdressed vor. Mit aufgeschlitzten Jeans, Top...naja, aber mit ihm kommt man immer und ueberall rein.

Gibt es wirklich Geister?

Zum kroennenden Abschluss machten wir eine Taschenlampenwanderung in einem Gefaengnis. Vorher tranken wir uns in der Brauerei noch etwas Mut an und schaukelten uns gegenseitig hoch. Letztendlich hatten wir beide etwas Schiss.
Zum Glueck trafen wir am Morgen noch Peter (Bericht: Auf in den Norden mit Peter und Dyana)rein zufaellig im Supermarkt. Er schloss sich der Tour an. Es war schon dunkel und es goss wieder in Stroehmen. Genau die richtige Stimmung. Linda unser Guide erzaehlte uns etwas ueber das Gefaengnis, Gruselgeschichten usw. in dem Moment war ich froh, dass sie einen sehr starken Akzent hatte und ich nicht viel mitbekam. Wir standen in einem dieser langen Gaenge, man kann es sich so vorstellen wie "Frauenknast" auf RTL. Es ging ueber vier Etagen, unter anderem hing ein Netz, damit niemand runter fallen kann oder alles was runter geschmissen wurde, aufgefangen wurde.
Ploetzlich kam ein Schrei aus dem nichts und eine Puppe fiel auf das Netz. Ohhhh, hilfe. Jetzt war ich ja doch ziemlich angespannt. Linda hatte einen Blecheimer in der Hand und erklaerte, dass dieser als WC diente. Sie liess ihn ausversehen fallen. Es scheppperte und ich schrie erstmal. Ich kam mir vor wie im Geisterhaus. Anja und ich hakten uns ein, schauten uns an und meinten die Tour geht noch ueber ne Stunde. Peter amuesierte sich wohl koestlich darueber. Alles was jetzt noch kam (knallende Tueren, Schreie auf dem Hof), erschreckte mich nicht mehr so.
Als wir die Folterabteilung erreichten, lief es mir kalt den Ruecken hinunter. 1965 wurde das letzte Mal jemand gehaengt. Unter anderem wurde das Gefaengnis erst 1991 geschlossen. Da kann ich nur hoffen, dass die Leute nicht in den Zellen untergebracht waren, die wir gesehen haben. Es war abscheulich. Unsere Tour beendeten wir in der Gefaengniskirche, wo man heute heiraten kann. Wie geschmacklos ist das?

Rottnest Island

Der Tag der Abreise rueckte immer naeher und ich hatte noch nicht viel von der Umgebung gesehen. Somit beschloss ich, noch einen Tagesausflug nach Rottnest Island zu machen. Bekam Verstaerkung von Anja.
Die letzten Tage war das Wetter wieder ertraeglich, Sonne und kaum Regen, also hofften wir fuer diesen Tag auch darauf. Leider meldete der Wetterbericht einige Schauer.
Die Insel ist am besten per Rad zu erkunden, somit stiegen wir auf die Drahtesel und fuhren los.
Es war trocken und teilweise kam sogar die Sonne raus. Wir fuhren und fuhren...verfuhren uns und sind dabei auf ein Quokka gestossen. Ouokka ist die kleinste Art eines Kaenguruhs und aehnelt aber auch einer Ratte. Diese Tiere leben nur auf Rottnest. Gut, somit hatten wir das auch gesehen.
Fanden unseren Weg wieder, als es zu troepfeln anfing. Wir dachten es hoert sicher gleich wieder auf, doch aus dem Schauer wurde ein Dauerregen. Wir waren nass bis auf die Schluepfer, als wir nach knappen 20 km wieder am Ausgangspunkt ankamen.
Mir kam die Idee, in einen Waschsalon zu gehen, doch zuerst fragten wir in einem Hotel. Doch die wollten uns nicht haben. Warum auch, sahen aus wie zwei straeubende Hunde.
Auf der Suche nach dem Salon musste ich anfangen mit lachen, denn mir kam die Werbung in den Sinn. Als wir dort ankamen, waren wir natuerlich nicht allein. Eine Mama sass da mit ihren drei Kindern und spielte Karten, als wir anfingen uns auszupellen. Sie schaute erst etwas skeptisch, doch dann fing sie an zu lachen und war uns noch mit den Beweisfotos behilflich.
Wir verliessen trocken den Salon und die Sonne schien. Na vielen Dank auch.
Denke die Insel ist wunderschoen, doch leider konnten wir nirgends anhalten und die Straende bewundern. Also wenn jemand von euch mal dort vorbei kommt, dann nehmt die Sonne mit.

Letzter Arbeitstag

Samstag war der letzte Arbeitstag bei Nemo. Alle waren mehr als froh und erschoepft. Meine Wenigkeit, ist noch krank geworden und verbrachte 1,5 Tage im Bett. Doch der letzte Tag ging noch, zumal es Cash gab.
So startete ich 8:30 Uhr. Alles war wie immer, die Sprueche, die Leute, das Wetter ( welches durchaus zu wuenschen uebrig liess, da es doch sehr oft schauerte und wir nicht mal nen Dach hatten. Hiess wir standen immer im Regen und die Teddies wurden auch nass.)...
In meiner einstuendigen Pause schlenderte ich ueber den Markt und kaufte mir ne Zuckerwatte...und ich zaehlte wieviel Stunden es noch sein werden. Die Zeit verging, ich hatte Gewinner, manchmal half ich da etwas nach. Bin schliesslich kein Unmensch, ausserdem mag ich es wenn sich Menschen freuen.
Das letzte Feuerwerk war zu ende, es konnte nicht mehr solange dauern.
Bis man mich fragte, ob ich bis Mitternacht arbeiten koennte. Klar. Doch faehrt um die Uhrzeit noch ein Zug? Angeblich ja.
Wir packten alle Tiere ein und raeumten zusammen. Schliesslich war es Mitternacht, ich holte mein Geld ab, was natuerlich wieder nicht stimmte und ging zur Haltstelle, wo der Zug fahren sollte. Was war das? Das Tor war verschlossen, hmmm suchte den Securiety, der mir mitteilte, ich muesse zum Gate 8 laufen. Doch wo zum Teufel ist Gate 8. Mein Zug sollte in 10 Minuten abfahren.
Natuerlich fand ich das Gate erst nach langer langer Zeit. Ich war so aergerlich, dass ich am liebsten geheult haette. Ausserdem hatte ich Durst und Hunger.
Dort angekommen erkundigte ich mich und man teilte mir mit, dass der Zug nicht mehr faehrt. Toll!!! und nun? Ja, ich hatte die Moeglichkeit zur naechsten Station zu laufen. Wusste allerdings nicht in welche Richtung, hatte das Geld einstecken und es war fast ein Uhr. Nicht unbedingt gute Voraussetzungen fuer mich. Kam auf die Idee ein Taxi zu nehmen. Natuerlich hatte ich nun keine Nummer. Ist doch klar, doch wie der Zufall es so will, es fuhr eins vorbei. Somit rief ich an, doch die vermittelten nicht, es kam nur Werbung.
Nachdem ich mich dann genug geaergert hatte, kam ein leeres angefahren und ich stieg ein. Bezahlte ne Menge Geld, heisst, ich haette mir die letzten beiden Stunden sparen koennen. Naja, bin unversehrt im Hostel angekommen und wollte nun noch ne Kleinigkeit essen. Auch das war mir nicht gegoennt. Milan reinigte gerade und ich musste warten, rrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr zwei Uhr lag ich endlich im Bett. Erschoepft und mit grauen Haaren.

Bye Bye Love

Den darauf folgenden Tag, hatte ich frei. Doch von wegen faulenzen, nein es war Zeit von Freddy Abschied zu nehmen.
Die Kaeufer, ein franz. Paerchen waren sehr nervenaufreibend. Ausserdem gab es hier und da noch was zu reparieren und das geschah an dem Mittwoch. Somit fuhr ich morgens in die Werkstatt, um die Reifen zu tauschen. Dann warteten wir, dass sie uns endlich die Kohle bringen. Ja, sie kamen zum xten Mal, doch Geld, was ist das? Sie hatten scheinbar Probleme das Geld aus Frankreich zu bekommen. Somit haben wir uns wieder umsonst gefreut. Doch der Tag war so gut wie um.
Wir probierten es am Freitag nochmal und finally, wir bekamen das Geld. So, nun hiess es nur noch Freddy erklaeren, wie funktioniert was und noch eine letzte Fahrt. Eigentlich waren wir nicht ganz fair, denn das was das Bett ist, ein Teil davon war durchgebrochen, doch man muss sich nur zu helfen wissen. Ausserdem ist der Kuehler kaputt, was aber nichtmal den TUEV stoerte, naja und sicher noch andere Kleinigkeiten...es verlief alles gut und sie rauschten, nach anfaenglichen Schwierigkeiten, davon. Bye bye Freddy, wir hatte eine gute Zeit mit dir.
Nun hofften wir nur noch, dass sie ja nicht wieder auftauchen, weil irgendwas kaputt war. Aber alles war gut. Ende gut,alles gut.

Wie feiert man Geburtstag in Australien?

Tja, als ich das erste Mal drueber nachdachte, kamen mir viele Leute in den Sinn, moeglicherweise eine Ue-party oder aehnliches. Doch es kam natuerlich ganz anders. Ich haette nicht mal gemerkt, dass ich Geburtstag habe, wenn da nicht Sarah gewesen waere. Datum, Monat - man verliert halt jegliches Zeitgefuehl. Auf jeden Fall musste ich arbeiten. Na so ein Tag auf dem Rummel hat doch auch was.
Es wussten nicht viele, dass es mein Tag ist, trotzdem gratulierten mich fremde Leute und es war lustig. Am Abend gab es ein Feuerwerk, wie fuer mich gemacht. Doch die Schicht wollte und wollte einfach nicht zu Ende gehen. Kurz nach 22 Uhr war es soweit. Man man man.
Im Hostel erwarteten mich meine deutschen Maedels. Sie empfingen mich mit einer Schokotorte und viel zu vielen Kerzen (da verliert man schon den Ueberblick, wie alt bin ich geworden? Man schaetzt mich auf 24!!!) Ich packte meine Geschenke aus und das Telefon lief heiss. Danke, an alle die an mich frueher oder spaeter gedacht haben. (-:
So sehr viel Party gab es nicht, denn Sarah war krank und konnte sich kaum auf den Beinen halten und Anja musste am Naechsten Morgen zeitig raus. Im Alter soll man ja auch etwas ruhiger werden. Hab ich damit gemacht.

One two three set nemo free

Die letzte Woche habe ich es mal wieder mit arbeiten probiert. In Perth war ein Jahrmarkt, die dringend Leute suchten.
So gingen wir hin und checkten die Lage. Acht lange Tage lagen vor uns. 11, 12 oder 13 Stunden am Tag.
Das Vorstellungsgespraech bestand aus praktizieren der Spiele, wie Baelle werfen, Flaschen aufstellen etc. na gut dann wollen wir mal. Der erste Tag rueckte immer naeher. Irgendwie verging mir die Lust bei dem Gedanken an laute schrille Geraeusche, tausenden von Menschen und haesslichen riesigen Plueschtieren. Ich durfte zu dem Nemospiel gehen, soll heissen man hatte drei Versuche und drei Zielscheiben, um Nemo aus seinem Kaefig zu befreien. Die ersten Stunden waren doch sehr muehsam, alle schauten nur und keiner wollte spielen, doch im Laufe des Tages aenderte sich das.
Ich will nicht sagen, dass der Tag schnell verging, doch es war auszuhalten.
Am naechsten Tag bekam ich ein riesiges Lob und erfuhr, dass ich die meisten Einnahmen hatte, naja man gibt was man kann. Ausserdem sollte ich das Mikro uebernehmen. Hmmm aber das war etwas zu viel verlangt, ich meine ich schreie gern ein paar Standardsaetze in die Runde, aber nicht ins Mikro.
Am zweiten Tag erzaehlten mir ein paar Maedels, dass sie vom Jahrmarkt getraeumt hatten. Oh mein Gott, doch in der darauffolgenden Nacht war es bei mir nicht anders. Die Kunden standen quasi an meinem Bett, wollten bezahlen und brauchten Baelle. Und immer wieder hoerte ich die Standardsaetze One two three set Nemo. Who wanna be the next winner. We looking for new winner. We have only the big and lovely cuddling here, come and try...blahhhhhh.free

Dienstag, 4. Oktober 2005

Mord in Perth

Unser Zimmer bestand aus 4 Leuten, drei Deutsche Maedels und ein Irishes.
Fast haette ich einen Mord begangen. Da ich den ganzen Tag Zeit hatte zum Schlafen, war ich am Abend nicht so muede, dass ich gleich einschlafen konnte. Doch im Gegensatz zu mir, gibt es Leute, die halt arbeiten gehen und am Abend nur ins Bett fallen muessen, so auch das irische Maedchen. Sie hatte sich kaum hingelegt, da fing sie schon an zu schnarchen. rrrrrrrrrrrrrrrrrrr doch jegliche Versuche meinerseits scheiterten. Ich versuchte es mit Matratze hochheben (ich lag ja im unteren Bett), bin aufgestanden und habe das Bett geruettelt, stand neben ihr, hab sie angesprochen...nichts einfach nichts. Anja, das andere deutsche Maedchen hat sich koestlich amuesiert. Versuchs doch mal mit Ohrenstoeppsel. Ja wo hab ich die denn? Noch nie benutzt, doch zum Glueck fand ich sie.
Ich hoffte den ganzen Tag, dass sie auszieht, doch sie hatte einen Job und die Chancen das sie uns verlassen wuerde waren nicht sehr hoch. Also wurde ich beim Gedanken an die bevorliegende Nacht schon grantig, ABER wie durch ein Wunder packte sie ihre Sachen nach der Arbeit und verliess ohne auch nur Tschuess zu sagen unser Zimmer.

Mandelentzuendung in den Pinnacles

Unser vorerst letztes Ziel war die Pinnacles Desert. Eine kleine Wueste mit tausenden von Sandsteinen in grossen und kleinen Formationen. Diese werden am liebsten bei Sonnenauf- oder untergang fotografiert. Nur leider gab es diesmal keine Moeglichkeit. Als wir in Cervantis im besten Backpacker Westaustraliens ankamen, legte ich mich fuer die naechsten zwei Tage ins Bett. Kopfweh, Halsweh, Gliederschmerzen,...ja was man halt so kriegt.
Nach dem zweiten Tag sind wir weitergereist, denn Sarah hat sich fast zu Tode gelangweilt, so sehr viel gab es nicht zu tun oder zu sehn.

Wir starteten am Morgen, die Pinnacles waren nur 17km entfernt, doch auf dem Weg dorthin, kamen wir an den Stromatolithen, der aeltesten Lebensform der Erde vorbei. Dies wollten wir uns nicht entgehen lassen. Doch was wir fanden war ein See und schaetzungsweise dort waren die Stromatolithen.
Weiter ging es zu den Pinnacles. Wir fuhren die Strasse Richtung Ozean, immer geradeaus und nichts deutete darauf hin, dass in wenigen Kilometern ein total anderes Bild auf uns zu kommt. Aus der Ferne hat man die weissen Duenen gesehen und ploetzlich goldgelber Sand mit vielen Saeulen.pinnacles
Leider fing es nach zehn Minuten an zu regnen, obwohl es auf dem Bild nicht so aussieht. Wir machten ein paar Fotos und fuhren weiter Richtung Perth. Mancheiner fragt sich vielleicht, warum ich so dick angezogen bin. Wie ich schon erwaehnte, ich war total platt.
Wie auch immer wir fuhren nach Perth, doch Sarah konnte mich nicht leiden sehen, sie meinte ich mach dir jetzt das Bett und dann kannst dich hinten reinlegen. Super, wie ein Krankentransport. Doch es ging gut und ich konnte sogar schlafen.

Am fruehen Nachmittag erreichten wir unser Ziel, suchten uns wieder ein Hostel und ich verbrachte zwei weitere Tage damit, dass Doppelstockbett von unten anzusehen.
Ich bekam so Halsweh, dass ich kaum noch schlucken konnte und wollte, also sind wir zu einem Doktor, der mir erklaert hat, dass es eventuell eine Mandelentzuendung ist. Weitere fuenf Tage Bettruhe.
Zwischendurch zogen wir wieder in ein anderes Hostel. Vor lauter rumliegen tat mir schon der Ruecken weh. Doch das Zimmer was wir hatten und immernoch haben, ist das beste im Haus. Zwei Seiten des Zimmers bestehen aus Glas, mit Blick auf die Skyline. Besser gehts nicht.

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