Mittwoch, 27. Juli 2005

Kata Tjuta und Alice Springs

Nachdem wir die Wanderung um den Uluru hinter uns gebracht haben, fuhren wir 40km weiter zum benachbarten Monolyten den Kata Tjuta oder auch die Olgas genannt.
kata tjuta und 2 verrueckte
Auch dort machten wir eine kleine Wanderung. Trafen dort Kanadier, die ein Alphorn aus Deutschland hatten. Es war einfach toll anzuhoeren, naja und wir durften uns dann auch mal probieren. (-:
Selbstverstaendlich schauten wir auch hier den Sonnenuntergang.
Am naechsten Tag ging es weiter Richtung Alice Springs, auf dem Weg lag der Kings Canyon, ein riesiges Sandsteingebilde, wo man auch wandern konnte. Selbstverstaendlich taten wir auch dies. Wir wussten, dass es zu weit war bis zum naechsten offiziellen Campingplatz, also beschlossen wir, wild zu parken.
Natuerlich sind wir da nicht die einzigsten und somit fanden wir einen netten Parkplatz unter Baeumen mit anderen Kleinbussen, die es sich schon gemuetlich gemacht hatten. Eigentlich hatte so jeder ein kleines Feuerchen am brennen, nur wir nicht. Sassen in unserem Bus und eigentlich war es nur kalt, tja auch diesmal brauchte ich meine Waermflasche, nicht nur das, ich musste sie auch mitten in der Nacht wieder aufwaermen. Vielleicht kann man sich nun vorstellen, wie kalt es nachts sein kann.
Am naechsten Morgen waren unsere Nachbarn recht frueh dran und somit standen wir auch auf. Haben uns dann ein Baeumchen zum Strullern gesucht und haben erstmal gesehen, wieviele Leute hier schon waren, denn ueberall war Toilettenpapier verstreut.
Unser Weg wurde fortgesetzt und wir warteten sehnsuechtig auf Radio- und Handyempfang, ca. 50km vor der Stadt ware es dann soweit. Ja endlich wieder andere Musik, ist ja nicht mit anzuhoeren, diese CDs haengen uns aus den Ohren raus.
Die Stadt habe ich mir ganz anders vorgestellt, doch ist eigentlich ganz nett angelegt. Haben hier die school of air und the royal flying doctor service besucht. War wirklich sehr interessant. Denn ich konnte mir nicht vorstellen, wie all das funktioniert - nun weiss ich es.
Bei den doctoren, stand ein Bus auf dem Parkplatz, was an und fuer sich nichts besonderes ist. Im Bus war ein Schild mit VHS Muldental-na wenn das mal nicht die Volkshochschule ist hihi und sie war es. Man die Ossis sind auch ueberall und man hat es deutlich gehoert. Klang doch ganz nach Heimat...

Samstag, 23. Juli 2005

Coober Pedy und Uluru

Nachdem wir Adelaide verlassen haben, haben wir uns auf den Weg nach Coober Pedy gemacht. Jeder sollte diese Stadt kennen, von hier kommen die meisten Opale. Scheinbar sind alle Nationalitaeten dort vertreten, sogar Deutsche versuchten dort das grosse Geld zu machen.
Doch es ist einfach nur scheusslich dort, mitten in der Wueste, ein Hauch von nichts und doch scheinbar alles.
Ich bin mir nicht mehr sicher in welchem Umkreis diese Huegel zu sehen sind, doch das ist alles was man erstmal bestaunen kann. Ueberall sind Erdheugel, doch anstatt man diese nach der Suche wieder in die Loecher schuettet, nein, naja... was allerdings total interessant war, unsere Unterkunft. Haben in einer alten Mine geschlafen, welche als Hotel und Hostel umfunktioniert wurde. Ausserdem gibt es noch unterirdische Kirchen,underground chirch Art Galleries, Toepfereien ... im Sommer ist es dort richtig heiss und ausserdem gibt es dort immer Wind, so haben die Menschen beschlossen, viele Sachen unterirdisch zu bauen.
Da wir mir unserem Auto nicht die sandigen Wege bestreiten koennen, buchten wir eine Tour.
Natuerlich ist es immer gut, wenn ein Einheimischer was erzaehlen kann. So haben wir als erstes den Friedhof besichtigt. Naja, ein bisschen Humor sollte an dieser Stelle nicht fehlen. Dort merkte man, dass sich versch. Nationalitaeten niedergelassen haben. Jeder pflegt seine Tradition von Graebern. Von eingefliesst bis hin zu burgaehnlichen Gestalten, war alles vertreten.
Anschliessend sind wir selber auf Opalsuche gegangen, bevor wir "Harry" den ersten Krokodiljaeger besucht haben. Harry ist 80 Jahre, lebt ebenfalls in einer Opalmine und ist richtig verrueckt. Sein Quartier besteht aus allem gesammelten was man sich nur vorstellen kann. Wenn man n icht wuesste, dass er da lebt, koennte man es teilweise mit ner Muellhalde verwechseln. Natuerlich gibt es dort auch keine Tueren und so koennen die Touris zu ihm reinspazieren wann immer sie wollen. Als wir da waren lag er grad im Bett. Unser Tourguide hat uns erzaehlt, dass er vor zwei Jahren sehr ueberrascht war, als er Harry mit zwei Frauen im Bett vorgefunden hat. Er war wohl betrunken und kam splitterfasernackt raus und hat die Leute von der Tour begruesst, naja scheinbar hat er es nicht nur auf Krokodile abgesehen.
Ausserdem besichtigten wir den "Dogfence", ein dogfenceZaun der ueber 5000km lang ist und die Schafe vor den Dingos schuetzen soll und einen Wildlifepark in Miniformat, wo man sogar die Kaengurus anfassen und fuettern konnte, ebenso ein Baby halten konnte. Die Mutter von dem Kaengurubaby ist verstorben und nun kuemmert sich eine Frau darum. Ganz ganz suess, es hat sogar meinen Finger geleckt. (-:Kaenguruhmutti

HAben doch tatsaechlich schon 4000km zurueck gelegt. Man das sind aber auch Wege. Die Strasse geht halt groesstenteils nur geradeaus, wie man sich das vielleicht auch vorstellen kann. Koennen auch nur auf dem Highway fahren, ist halt sicherer ansonsten waere halt ein Vierradantrieb nicht schlecht.

Gut, sind von Adelaide zum Uluru (Ayers Rock) gefahren und haben dort auf dem Campingplatz uebernachtet. Im Auto ist es dann doch ziemlich kalt und da ich eine Frostbeule bin hat auch die Waermflasche nicht mehr geholfen.
Am naechsten Morgen hiess es dann ganz zeitig aufstehen. Wir wollten den Sonnenaufgang nicht verpassen, nachdem wir am Abend schon den Untergang mitgenommen haben. Es ist Wahnsinn wieviele Menschen sich da tummeln und einfach fasziniert sind von dem Farbspiel. Meistens standen sie natuerlich voellig im Bild, doch was solls. Es war spektakulaer.uluru
Immernoch Schlafsachen an, beschlossen wir vor diesem riesigen Fels zu fruehstuecken, eigentlich ganz praktisch so ein kleiner Bus, da hat man alles an man. Haben noch zwei Jungs eingeladen, die wir am Abend beim Untergang kennengelernt haben, Deutsch und Japanisch. Anschliessend sind wir um den Uluru gewandert, schon beeindruckend dieser Riese.

Montag, 11. Juli 2005

Kuscheln mit Koalas

Wir haben es tatsaechlich geschafft, unseren Absprung nach Adelaide. Zwar ein Tag spaeter als geplant, doch das macht ja nichts. FREDDY hat brav durchgehalten, er ist nur ziemlich durstig, naja...Adelaide ist genauso kalt, doch gefaellt mir von seinen Gruenanlagen viel besser. Die Stadt ist 50x50 km und einfach umgeben von Parks. Selbst in der Stadt, man fuehlt sich einfach nur wohl. So haben wir es am Sonntag tatsaechlich geschafft mal wieder joggen zu gehen. Doch Samstag war mal wieder ein Highlight. Sind nach Hahndorf, einem alten deutschen Oertchen gefahren. War mehr als bayrisch angehaucht, doch wir konnten endlich mal wieder Sauerkraut essen, Wuerstchen und austr. zubereiteten Kartoffelsalat. Dazu haetten wir Muenchner Hofbraeuhaus Bier vom Fass trinken koennen, haben wir aber doch nicht gemacht. Als Nachspeise gab es ein Schweinsohr, direkt vom Baecker und endlich mal wieder ein echtes Brot. Hat auch dementsprechend viel gekostet, doch es lohnt sich halt.
Als wir in die Touriinfo maschiert sind, um uns den Weg zur Schokoladenfabrik erklaeren zu lassen, stiessen wir noch auf die "Buergermeisterin" des Ortes und sie ist vor 15 Jahren von Muenchen nach Hahndorf ausgewandert.

koalaWir besuchten dann noch die Schokoladenfabrik und fuhren anschliessend in einen Wildlifepark, indem man Koalas auf den Arm nehmen konnte. Meiner bekam noch ein Zweig Eukalyptuszweig mit und frass die ganze Zeit, man hat das gestunken. Wo ich ja Eukalyptusbonbons so mag!!! Doch ist sehr nett gewesen, doch eigentlich sind sie doch nicht so niedlich, wie immer alle meinen, eigentlich sind sie eher haesslich, so von ganz nahem.

Donnerstag, 7. Juli 2005

Freddy the FORD

Unsere Reise wird nun endlich fortgesetzt. Eigentlich wollten wir ja heute schon Richtung Adelaide aufbrechen, doch durch einige Umstaende wird es nun doch erst morgen.
Letzten Sonntag haben wir uns einen Van namens Freddy gekauft.freddy Nun wir werden die naechsten tausende von Kilometern per Auto weiterreisen. Von Adelaide geht es dann weiter ins Red Center, Ayers Rock, Alice Springs, Darwin...ja halt der Sonne entgegen. Somit haben wir dann irgendwann in den naechsten Tagen auch wieder Temperaturen fuer kurze Hosen. Nachdem wir unseren Freddy heut schon flott gemacht, vollgetankt, alles kontrolliert und unser neues Heim bezogen haben, gab es auch gleich schon nen Strafzettel. So bloed, wir waren keine Minute weg. Naja, zum Glueck haben wir hier ein paar nette Leute kennengelernt, die das in die Hand nehmen.
Gestern haben wir unseren Abschied gefeiert. Haben Paul, unseren Freund und Vermieter, ins Musical "Dirty Dancing" eingeladen. Die Fahrt mit dem Taxi war mal wieder sehr aufregend. Erst kam das Auto 10 Minuten spaeter als bestellt und dann wusste er nicht mal wo das Princess Theater ist. Fuhr natuerlich die grosse Runde, damit er ja was verdient und zu guter letzt konnte er nicht mal nen 50er wechseln. Was fuer ein Idiot. Nachdem wir uns dann alle kuenstlich aufgeregt haben, ging es wieder. Ich hab mich allerdings im Taxi selber schon aufgeregt und hab ihn auf deutsch beschimpft, Paul sagte, wir sollten es uebersetzen, najaaaaaaaa nee. Konnten wir nicht weil es war recht unhoeflich, was macht Paul? Wenn ihr mir das jetzt nicht sagt, steig ich aus. Dabei hat Sarah Paul einen Hemdknopf abgerissen, uppssss.
Im Theater haben wir dann so richtig mitgefiebert und uns von der Musik verzaubern lassen. Man wie alt ist der Film schon wieder? Es ist unglaublich! Leider sass neben mir eine Frau, die irgendwelche Probleme hatte und von Anfang bis Ende merkwuerdige Geraeusche von sich gegeben hat.
Nach der Vorstellung waren wir noch was trinken und es war wie immer spaet. Mich hat es diesmal richtig weggeballert, puh und heut morgen hatte ich sogar Kopfweh (hab ich sonst nie). Wahrscheinlich lag es einfach nur an dem Mix.
Naja liebe Leute, dann werden wir nun noch einen ALDI aufsuchen, muss unbedingt mal wieder Haribos haben. Allerdings wissen wir noch nicht genau wo der ist und somit steht fuer heute eine weitere Herausforderung bevor.

Freitag, 17. Juni 2005

Great Ocean Road

Nach einem langen Freitag machten wir uns Samstag Morgen auf den Weg, um endlich die Great Ocean Road zu erkunden.
Starteten fast planmaessig. Fuhren dann etwas uebers Land nach Wonnabal.
Hatten eine anstrengende, doch sehr lustige Pause. Erkundeten den McKenzie Wasserfallmckenzie waterfall und liefen viele Treppen hoch und runter, zum Jammer von Paul (unser Vermieter, Freund, Fahrer, Bezahler). Er mag nicht wirklich spazieren gehen oder sich ueberhaupt mal bewegen, doch wir fanden das sehr sehr lustig.
Am fruehen Abend erreichten wir unser Ziel, kochten Thunfischspaghetti und genossen die erste Flasche Wein. Danach wollten wir das Nachtleben unsicher machen. Wir waren etwas zu frueh dran und somit waren wir erst doch recht enttaeuscht, denn nicht mal im Irish Pub lief Musik. Doch schon bald fanden wir eine Lokalitaet, wo Menschen und ein bisschen Musik waren.
Paul, muss man wissen ist eher ein sehr ruhiger zurueckhaltender Typ. Eigentlich kann man sich mit ihm nur gut mit ihm unterhalten, wenn er was getrunken hat.
Gentlemen, wie er nun mal ist, hat er uns den ganzen Abend mit Getraenken versorgt. Bei unserer ersten Station haben wir dann zwei alten Herren kennengelernt, einer aus Irland der andere ein Aussie. Beide hatten Akzent und beide waren schon gut bei der Sache. Sie wollten sich auch unbedingt mit uns unterhalten, doch es machte nicht wirklich Spass, zumal sich der Aussie staendig wiederholte und sagte wie toll Australien sei und und und...
Bald darauf suchten wir uns einen Club, wo wir auch tanzen konnten. Auch hier waren wir zu frueh, doch wir eroeffneten die Tanzflaeche, kein Problem hab ich auch frueher schon oft gemacht.
Paul langweilte sich und wir wechselten und gingen in das Irish Pub, wo mittlerweile Livemusik und gute Stimmung war. Leider waren die alten Maenner wieder da und hatten es beide auf mich abgesehen. Beide wollten mit mir tanzen, doch ich fand das sehr unangenehm und Paul schritt als mein Bodyguard ein. Das half dann auch...
Gegen vier Uhr lagen wir dann recht angetrunken im Bett und hofften auf einen nur kleinen Kater, denn es war schon ein Durcheinander an Getraenken.

Kurz vor neun schrillte der Wecker, die Sonne schien, keine Wolken...sah aus wie ein Sommertag, doch wir haben Winter!!!
Die Dusche half mir auf die Beine zu kommen. Unser Begleiter brauchte etwas laenger um aus den Federn zu kommen.
Als erstes machten wir uns auf den Weg, um die Wale zu finden. Am Strand angekommen, fanden wir als erstes Menschentrauben. Wir reihten uns mit ein und mussten auch gar nicht lange warten. Ploetzlich war ein Walkuh zu sehen. Sie schien jedoch allein unterwegs zu sein. Naja, wie auch immer. Schauten uns das Schauspiel aus der Naehe an, bevor ich dann das Wasser testete.
Die anderen beiden machten schlapp und hielten nicht viel von einem schoenen langen whalewatching with paulStrandspaziergang, somit nahmen wir ein kleines Sonnenbad.

Unsere Eindruecke sollten jedoch noch weitergehen. Somit fuhren wir in einen Wildpark, wo wir unter anderem Koalas fanden, die nicht schliefen, Emus, die man fast fuettern konnte und tolle Aussichtspunkte auf den Park mit Blick auf den Ozean. Was braucht man fuer einen guten Aussichtspunkt? Natuerlich - TREPPEN!

Wir Maedels genossen es und hatten wieder Spass, Paul beim Klettern zuzusehen.

Ein Ausflug in ein kleines Fischerdoerfchen rundete unseren Tag ab. Fanden dort im Hafenbecken einen Seehund und grad frisch gefangene Tintenfische.
Das Oertchen war wirklich sehr nett. Wir entschieden uns dort mind. zwei Haeuser zu kaufen, um unser perkektes Hostel aufzumachen. Na wie findet ihr die Idee? Gute Idee, doch die Haeuser sahen nicht billig aus.

Am Montag, Feiertag in Australien - Queen's Birthday, ging es dann wieder zurueck Richtung Melbourne. Natuerlich sind wir diesmal die Great Ocean Road entlang gefahren.twelve apostel

Es ist eine Kuestenstrasse, mit sehr schoenen verschiedenen Aussichten und einigen Sandformationen.
Zuerst hielten wir an jedem Aussichtspunkt und fanden ueberall Treppen!!! hihihi
Dann beschlossen wir, nur an den beruehmtesten anzuhalten, wie "The London Bridge",london bridge
wobei schon ein Teil davon weggebrochen ist und "The Twelfe Apostel", wo es nur noch neun von gibt.
Das Wetter spielte eigentich auch mit, bis wir dann endlich an den Apostel angekommen waren. Sagte vorher zu Sarah, schade das wir weder zu Sonnenaufgang, noch -untergang dort sind. Doch auch wir bekamen unsere speziellen Lichteffekte. Denke sie wirken nun dramatisch. Schwarzer Himmel, huhu...
Aus der Idee zu Mittag ein BBQ zu haben, fiel dann im warsten Sinne des Wortes ins Wasser. Somit gab es dann nur ne "Stulle" auf die Hand. Ich wusste das wir noch eine Avocado hatten, doch wo war diese? War so auf diese Frucht fixiert, dass einfach dieser Gesichtsausdruck zustande kam.

wo ist die f.. avocado


Gegen 19Uhr erreichten wir unser Quartier und mir war doch etwas schlecht von der Fahrt. (-:
Doch meine Stimmung snk, als ich feststellte, dass jemand mein Fahrrad geklaut hatte. Nun ja, kann man nichts machen ausser sich aergern. Doch wir hatten ein tolles Wochenende!!!

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