Dienstag, 1. November 2005

Sailing zu den Whitsundays

Von Cairns ging es weiter Richtung Sueden. Nach 12 Stunden Zugfahrt kamen wir in Airlie Beach an. Dies ist der Ausgangspunkt zum Segeln. Nach einer kuren Nacht, hiess es auf zum Hafen, denn einchecken sollten wir eigentlich schom am sailingVortag. Doch unser Zug kam so spaet an.
Wir fuhren zum Marinehafen, suchten unser Boot. Hmmm, niemand da. Office hatte noch geschlossen, doch ich fand eine Telnr. und rief dort an. Sie sagte mir, wir muessen zurueck zur City, toll...zum Glueck hatten wir noch genuegend Zeit. So checkten wir dort ein und hetzten wieder zurueck zum Hafen, wo die Ileola schon auf uns wartete.
Das Segelboot war nicht zu gross, nur 11 Passagiere und 3 von der Crew. Doch ich verliebte mich schon auf dem Prospekt. Wir starteten unsere 3taegige Tour. Bekamen Leckereien zum Essen. Waren schnorcheln, schwimmen, wandern...ein neues Pardies.
Ueber die Kajuete berichte ich besser nicht, doch ich denke die Toilette ist eine Story wert.
Will jetzt keine Einzelheiten ausplaudern, doch es war recht eng (1,5m lang x 0,7m). Um eine Sitzung oder was auch immer zu machen, muste man allerdings noch auf ein Podest, lustig, da war kaum Platz um die Hose runterzulassen...Licht gab es nur von Kerzen und ein kleines Etwas mit einem Poohbaeren drin, der leuchtete. Doch es schienen alle irgendwie klarzukommen bzw. es auf ein Minimum zu reduzieren.hihi (Fotos hab ich keine).

Die erste Nacht mehr schlecht als recht ueberstanden, segelten wir zu einer der 75 Inseln. Dort ist wohl der bekannteste Strand der Whitsundays, Whiteheaven Beach. Anstatt es zu beschreiben, kommt an der Stelle ein Foto.Whiteheaven
Wenn das der Himmel ist, dann brauchen wir uns keine Sorgen mehr machen.

Unsere letzte Nacht war ok, doch die Vorfreude auf ein Bett war gross.
Am letzten Segeltag wurde richtig gesegelt. Was stellt man sich darunter vor? Also, Schraeglage des Bootes, grosse Wellen, sodass das Boot wieder am Buk(?) eintaucht, Seekranke,...also gut festhalten,...vorsicht Welle...bahhh schonwieder nass...klirrr, wer hat da das Geschirr nicht weggeraeumt?...

Unser letzter Schnorchelgang war recht lustig. Eigentlich hatte ich keine Lust, denn wir hatten grad erst gegessen und ich war grad dabei ein Nickerchen zu halten. Kean meinte, wir muessen nicht ins Wasser, wir koennten vom Gummiboot aus einfach den Kopf ins Wasser halten. Gesagt, getan. Er fuetterte all die bunten Fische und ich kam mir vor wie im Aquarium. Die Fische waren so nah, nicht das ich sie gestoert haette. Ploetzlich meinten sie, meine Haare waeren auch zum Fressen da. Sie zogen und knabberten, hihi...

Cape Tribulation

So, nachdem ich meinen Besuch aus Deutschland in Empfang genommen hatte, machten wir uns auf zur Ostkueste. Wir flogen nach Cairns, um dann mit einer Tour zum Cape Trib zu fahren.
Diese Region ist insofern spannend, weil der Regenwald auf den Ozean trifft. Unter anderem ueberquereten wir den Teil der Mangroven.Mangroven Um zum Cape Tribulation zu gelangen, muss man den Daintree River ueberqueren, welches wir verbunden haben mit einer kleinen Bootstour. Waren auf der Suche nach Krokodilen und typischen Bewohnern...und siehe da, wir haben ein Babykrokodile, eine Schlange und einige Voegel gesehen...ihr denkt jetzt vielleicht, nur ein Kroko und eine Schlange, doch man muss seine Augen wirklich offen halten, damit man was findet. Die Tiere sind dermassen getarnt, der Hammer!!!
Danach wurden wir durch den Regenwald gefuehrt, toll all diese Kreationen der Natur, doch alleine wuerde ich glaub nicht dadurch laufen...

Am naechsten Morgen wurden wir abgeholt zum jungle surfing. Wie Tarzan und Jane sind wir von Baum zu Baum gesurft. Ja wir waren natuerlich gesichert, sind rueckwaerts, vorwaerts, schnell, langsam und sogar down under durch den Regenwald gehangelt. Man wird natuerlich hungrig, wenn man diese Art jungle-surfSport ausfuehrt. Ich hatte nichts dabei, doch warum was mitnehmen, der Regenwald ist voll mit Brauchbarem. Somit habe ich ein Blatt einer Monstera gegessen und sogar etwas gruene Ameise probiert. Die Pflanze schmeckte etwas bitter, vielleicht ein wenig scharf. Doch man hatte lange zu kauen, um ein Geschmack zu bekommen. Die Ameise habe ich nicht im ganzen verschlungen. Hab sie nur mit dem Hinterteil auf meine Zunge gesetzt und sie hat eine Art Saeure abgegeben, welche noch konzentrierter ist, als eine Zitrone. Danach ist sie wieder davon gelaufen.
Den Rest des Tages haben wir am Strand verbracht, haben versucht Kokosnuesse von den Baeumen zu schiessen, sind merkwuerdigen Spuren gefolgt und haben letztendlich Kokosnussmilch getrunken.

Am folgenden Tag wurden wir wieder zurueck geholt in die Realitaet, doch der Vormittag wurde noch genutzt, um sich vom Strand zu verabschieden. Gute Idee, denn dadurch haben wir noch eine gratis Bootstour bekommen. Beim Entlangspazieren am Strand, stiessen wir auf vier Australier, die mit dem Boot rausfahren wollten zum Fischen und Schnorcheln. Das Problem war, es war gerade Ebbe und das Boot stand quasi im Trockenen. Wir halfen ihnen zurueck ins Wasser und hatten uns somit die Fahrt verdient. (-:

Zur Feier des Tages gab es ein Glaeschen Wein. Natuerlich sehr wirksam in der Mittagshitze und mit leerem Magen. Dieses Cafe war trotzdem herzallerliebst, sehr huebsch angelegt. Ein kleiner Teich mit Schildkroeten, viele viele Farne wo sich die neon gruenen Froesche aus dem Regenwald wohlfuehlen.

Wir wurden abgeholt und machten einen Abstecher zum Mossmann Gorge. Super, es war so heiss, da kam ein Fluss gerade recht um sich abzukuehlen. Das Wasser allerdings war mehr als kalt, dennoch ich sprang rein. Herrlich, wie nach einer Sauna. Im Gorge waren riesige Felsbrocken. Ich wollte auf einen raufklettern, doch ploetzlich war da eine Stroehmumg, Hilfe...sie trug mich zwischen zwei Steine und fast noch weiter. Doch ich wurde gerettet. mossmann-gorge
Als ich aus dem Wasser kam waren ein paar Klugschei... aus Deutschland da. Sie meinten: Ja hast du das denn nicht gesehen? Du kannst doch nicht da rueber schwimmen!!! Ach wirklich? Wenn ich es gesehen haette, waere ich wohl kaum dahin geschwommen. Immer diese Ratschlaege.
Wohlbehalten kamen wir wieder in Cairns an.

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